Konfliktmineralien

Konfliktmineralien – Übersicht

Der US-Kongress verabschiedete 2010 den Dodd-Frank Act, der die SEC (Securities and Exchange Commission) anweist, bestimmte Unternehmen zu verpflichten, den Einsatz von Konfliktmineralien offenzulegen, wenn diese Mineralien für die "Funktionsfähigkeit oder die Produktion" eines von diesen Unternehmen hergestellten Produkts erforderlich sind. Nach diesem Act gehören zu diesen Mineralien Tantal, Zinn, Gold und Wolfram.

Der Kongress verabschiedete Section 1502 des Dodd-Frank Act aufgrund der Befürchtung, dass die Gewinnung von und der Handel mit Konfliktmineralien durch bewaffnete Gruppen Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo mitfinanzieren und zu einer humanitären Krise beitragen könnte. Section 1502 des Act stellt eine Erweiterung des Securities and Exchange Act von 1934 dar und fügt diesem Section 13(p) hinzu.

Die Regelung

Unternehmen, die Mineralien wie Tantal, Zinn, Gold oder Wolfram einsetzen, unterliegen der endgültigen Regelung, wenn:

  • Das Unternehmen gemäß dem Exchange Act der SEC gegenüber berichtspflichtig ist.
  • Die Mineralien für die "Funktionsfähigkeit oder die Produktion" eines Produktes erforderlich sind, das von dem Unternehmen hergestellt wird oder in Auftragsfertigung hergestellt wird.

Gemäß der endgültigen Regelung müssen Unternehmen zur Offenlegung ein neues Formular bei der SEC einreichen (SD-Formular). (Quelle: SEC.gov)

 Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, klicken Sie bitte auf die folgenden Links:

Kunden- oder Händleranfragen bezüglich Konfliktmineralien können an Posteingang Konfliktmineralien gesendet werden

Caterpillar-SD-Formular und Bericht über Konfliktmineralien:

SD-Formular Bericht über Konfliktmineralien

Caterpillar SD-Formular und CMR-Archiv

Caterpillar-Positionspapier zu Konfliktmineralien

Der US-Kongress sieht eine direkte Verbindung zwischen dem Abbau von und Handel mit Zinn, Wolfram, Tantal und Gold ("Konfliktmineralien") und Menschenrechtsverletzungen in der Demokratischen Republik Kongo und ihren Nachbarregionen (nachfolgend unter "DR Kongo" zusammengefasst). Caterpillar verpflichtet sich, bei der Beschaffung von Konfliktmineralien für die Herstellung seiner Produkte verantwortungsvoll zu handeln. Caterpillar wird bewaffnete Konflikte in der DR Kongo daher nicht wissentlich durch den Abbau von und Handel mit Konfliktmineralien unterstützen, begünstigen oder in irgendeiner anderen Weise befördern.

Nichtstaatliche bewaffnete Gruppierungen oder Milizen, die illegal Steuern für Minen, Transportrouten, Handelspunkte oder von Akteuren der vorgelagerten Lieferkette eintreiben oder diese kontrollieren, wird Caterpillar wissentlich in keiner Weise direkt oder indirekt unterstützen. Caterpillar hat außerdem umfassende Richtlinien erarbeitet, die die Beteiligung seiner Mitarbeiter an jeglicher Form von Korruption und Bestechung strikt untersagen. Wir erwarten von allen Anbietern in unserer Lieferkette, dass sie diese Grundsätze ebenfalls befolgen.

Caterpillar befolgt in Bezug auf Konfliktmineralien Sorgfaltspflichtverfahren gemäß national und international anerkannten Rahmenrichtlinien, die zum Teil auch die OECD-Leitsätze der "Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas" (Sorgfaltspflichtleitsätze für verantwortungsvolle Lieferketten bei Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikoregionen) beinhalten.

Caterpillar unterstützt aktiv Initiativen zur Förderung des verantwortungsvollen Handelns bei der Beschaffung von Mineralien, wie zum Beispiel die "Responsible Minerals Initiative".  Caterpillar nutzt außerdem Industrieinitiativen wie den "Responsible Minerals Assurance Process", um sicherzustellen, dass die zur Herstellung unserer Produkte verwendeten Konfliktmineralien aus konfliktfreien Quellen stammen und nicht dazu beitragen, bewaffnete Konflikte in der DR Kongo zu fördern. Caterpillar möchte dabei seine Zulieferer nicht von der verantwortungsvollen Beschaffung von Mineralien in legitimen Minen in der DR Kongo abhalten, da sich dies negativ auf die dortige wirtschaftliche Situation sowie die Bevölkerung auswirken könnte.

ANFORDERUNGEN AN ZULIEFERER

Wo immer möglich nimmt Caterpillar seine Grundsätze zur verantwortungsvollen Beschaffung von Konfliktmineralien mit in die Vertragsbedingungen mit Zulieferern auf und bemüht sich darum, innerhalb seiner Lieferantenbasis ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen. Wir legen unseren Zulieferern unser Positionspapier vor und erwarten von ihnen, dass sie in Bezug auf ihre eigenen Lieferketten ähnliche Richtlinien aufstellen.

Caterpillar hält Zulieferer von Komponenten, Teilen oder Produkten, die Konfliktmineralien enthalten, dazu an, diese aus konfliktfreien Quellen zu beziehen. Wir erwarten von unseren Zulieferern, dass sie eigene Richtlinien zur Beschaffung von Konfliktmineralien aufstellen, diese umsetzen und sie ihrerseits den eigenen Zulieferern mitteilen. Wann immer möglich sollten sie ihre eigenen Zulieferer ebenfalls dazu verpflichten, ähnliche Richtlinien aufzustellen und umzusetzen. Caterpillar erwartet von seinen Zulieferern, dass sie die Herkunft von Konfliktmineralien in Zusammenarbeit mit den eigenen Zulieferern zumindest bis zur Schmelze zurückverfolgen und hält sie dazu an, dafür einen Standard-Berichterstattungsprozess zu verwenden (z. B. das "Conflict Minerals Reporting Template"). Caterpillar behält sich das Recht vor, von seinen Zulieferern weitere Belege über Herkunft und Lieferkette von Konfliktmineralien anzufordern, ggf. bis hin zur Mine, in der diese abgebaut wurden. Wir erwarten von Zulieferern, dass sie Rückverfolgungsbelege dieser Art fünf Jahre aufbewahren und Caterpillar auf Anfrage vorlegen.

Zulieferer sind dazu angehalten, Industrieinitiativen zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit von Konfliktmineralien sowie verantwortungsvolle Praktiken in ihrer globalen Lieferkette zu unterstützen.

Caterpillar strebt langfristige Beziehungen zu seinen Zulieferern an, setzt dabei wann immer möglich auf nachhaltige Lösungen und arbeitet gemeinsam mit seinen Zulieferern daran, Verbesserungen voranzutreiben. Zulieferer, die den hier dargelegten Richtlinien von Caterpillar zuwiderhandeln, müssen sich zu einem Korrekturmaßnahmenplan verpflichten und diesen innerhalb einer angemessenen Zeitvorgabe umsetzen. Caterpillar behält sich das Recht vor, von seinen Zulieferern Belege über die Wirksamkeit der eingeleiteten Korrekturmaßnahmen einzufordern und eine Beurteilung der Lieferkette vorzunehmen.  Handelt ein Zulieferer den Richtlinien dauerhaft zuwider und setzt Korrekturmaßnahmen nicht um, kann dies zu weiteren Maßnahmen bis hin zur Beendigung der Geschäftsbeziehung führen.

Anfragen bezüglich Konfliktmineralien senden Sie bitte an Conflict_Minerals_Materials_Group@cat.com.

Multi-Interessenvertreter-Initiative

Caterpillar ist zahlendes Mitglied der "Responsible Minerals Initiative" (RMI). Weitere Informationen über den "Responsible Minerals Assurance Process" finden Sie auf der folgenden Website: http://www.responsiblemineralsinitiative.org/